Kindern Kunst nahebringen

Kunst vs. Moderne?

In der heutigen Zeit verliert die bildende Kunst bedauernswerter Weise immer mehr an Bedeutung. Nicht erst seit Beginn des 21. Jahrhunderts hält die Technik überall dort Einzug, wo früher die bildende Kunst ihre Domäne hatte. Lernte man früher in seiner Freizeit ein Instrument oder sah sich eine Theateraufführung an, sieht die heutige Freizeitgestaltung hingegen völlig anders aus.Viel zu groß ist die Auswahl an Entwicklungen im Bereich der Unterhaltungselektronik, als dass man ohne weiteres widerstehen könnte um sich den alten Formen der Muse zuzuwenden. So muss sich das Theater, ebenso wie die Klassische Musik, die Malerei, etc. gegen Konkurrenten wie Fernseher mit HD-Qualität, Dolby- Surround Sound und 3D-Technik, Spielkonsolen mit interaktiven Funktionen und das omnipotente und omnipräsente Internet behaupten. Ein Kampf mit wenig fairen Mitteln, der nur mit Mühe allein durch die aktiven Künstler und die noch vorhandenen Mäzene erfolgreich ausgefochten werden kann.

Frühe Kunsterziehung mit moderen Mitteln

Daher liegt es vor allem an den Eltern, ihre Kinder so früh wie möglich für Kunst und Kultur empfänglich zu machen und ihnen ein gewissen Grundverständnis zu vermitteln. Dabei können die modernen Medien durchaus zur Unterstützung dienen. Zum einen ist das Internet ein praktisches Mittel zum Bezug von Waren. Wer Kinderspielzeug online bestellt, muss nicht zwangsläufig auch bei der Auswahl auf Technik zurückgreifen. So gibt es nicht nur Internetportale, die Gameboy, Play Station und ähnliches anbieten, auch Stofftiere oder Puppen sind online zu erwerben, bei letzteren mag man vielleicht sogar auf ein klassisches Kasperle-Theater zurückgreifen, das nicht nur der kindlichen Fantasie förderlich ist, sondern auch dazu beitragen kann, die Liebe zum Schauspiel und zur Bühne im Kind zu wecken.

Neue Medien als Fenster zur (künstlerischen) Welt

Der Fernseher und der dazugehörige DVD-Player sollten in erster Linie nicht als Ersatz für elterliche Aufmerksamkeit sondern als pädagogisches Mittel verwendet werden. Aufführungen von Kindertheater-Stücken, kindgerechte Literaturverfilmungen, wie etwa Oliver Twist oder Huckleberry Fin machen vielleicht neugierig auf weitere Erfahrungen in dieser Richtung, wobei dies natürlich ein kaum zulänglicher Ersatz für den tatsächlichen Besuch eines Kindertheaters und die traditionelle „Gute-Nacht-Geschichte“ vor dem Schlafengehen sein kann.
Natürlich ist der beste Weg, ein Kind auf künstlerischer Ebene zu prägen, direkte Aufmerksamkeit und pädagogische wertvolles (Lern-)Spielzeug, aber verteufeln sollte man die neuen Medien dennoch nicht. Sinnvoller ist eine Kombination aus traditionellen und neuen Möglichkeiten des Spieles, denn es geht nicht darum, Kinder nach antiquierten Werten zu erziehen, sondern darum, sie zu weltoffenen Bürgern zu machen.

Bild: ©Peter Kirchhoff / pixelio.de

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